Salzburger - Noch keine konkrete Spur im Zusammenhang mit der Bluttat vor dem Salzburger Bahnhofsvorplatz, deren Opfer Mittwochabend ein 29-jähriger Türke wurde, gab es bis Freitag Mittag. Zwei Männer die festgenommen worden waren, wurden Donnerstag wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen sind voll im Gange, gefahndet wird noch immer nach einem Österreicher, teilte die Polizei mit. Ein Mann hatte gegen 18.00 Uhr im Wachzimmer Bahnhof gemeldet, dass soeben am Bahnhofsvorplatz ein Bekannter von einem gewissen Christian niedergestochen worden war. Beim Eintreffen der Polizei lag das Opfer, der 29-jährige Türke, rund fünf Meter vom Bahnhofsgebäude entfernt nahe dem Zugang zur Lokalbahn auf dem Gehsteig. Auch der Notarzt konnte nicht mehr helfen: Das Opfer starb gegen 18.20 Uhr. Die polizeiliche Kommission stellte am Oberkörper fünf Einstiche im Brustbereich und eine Schnittwunde an der Stirn fest. Der zunächst mutmaßliche Täter, ein Österreicher, war knapp drei Stunden später in einer Wohnung in Salzburg-Sam festgenommen worden, sein möglicher Komplize rund zweieinhalb Stunden nach dem Mord in der Nähe des Bahnhofes. Die beiden festgenommenen Männer waren bei ihrer Einvernahme nicht geständig und bestritten den Mord. Vielmehr wurde behauptet, dass ein anderer Österreicher die Tat begangen haben soll. Gefahndet wird nun nach einem Mann, der 1,80 bis 1,85 Meter groß und Österreicher sein soll. Der vermutliche Täter soll 30 bis 35 Jahre alt sein. Er hat eine kräftige Statur, blonde Haare, trug einen Drei-Tagesbart und hat Aknenarben. Bekleidet war er mit einem dunklen Stoffmantel und hellen Turnschuhen; außerdem trug er einen schwarzen Rucksack. Nach den bisherigen Ermittlungen haben Opfer und Täter, die beide im Suchtgiftmilieu verkehrten, einander gekannt. Wegen Geldschwierigkeiten dürfte es zwischen den beiden zu einem Streit vor der Bushaltestelle gekommen sein, wobei der Österreicher mit einem Messer auf den Türken mehrmals eingestochen hat. Der 29-Jährige dürfte dabei von einem zweiten Mann festgehalten worden sein. (APA)