Jakarta - Drei Wochen nach den blutigen Terroranschlägen auf Bali hat die indonesische Polizei noch immer keine heiße Spur. Ein am Donnerstag verhafteter Mann wurde am Samstagabend wieder frei gelassen. "Er ist nicht der Mann, den wir suchen", sagte Polizeigeneral Edward Aritonang am Sonntag. Der Mann war nach der Veröffentlichung von drei Phantombildern der mutmaßlichen Attentäter auf der Insel Flores verhaftet worden. Bei dem Anschlag vom 12. Oktober waren in einem Touristenzentrum auf Bali fast 200 Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen waren ausländische Touristen. Flores liegt rund 500 Kilometer östlich von Bali. Am vergangenen Mittwoch hatten die Behörden drei Phantombildern von Indonesiern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren veröffentlicht. Einer von ihnen sei namentlich bekannt, hieß es. Verteidigungsminister Matori Abdul Djalil erklärte laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Antara, es gebe Hinweise darauf, dass einer der drei Gesuchten Verbindungen zur Terrororganisation El Kaida habe. Hinter den Anschlägen von Bali vermuten die Ermittler die Terrororganisation Jemaah Islamiyah, die Kontakte zur El Kaida unterhalten soll. (APA/AP)