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Foto: APA/ epa/ David Jones
London - Im Fall der angeblich geplanten Entführung von Popsängerin Victoria Beckham (28) hat die britische Polizei die Vorwürfe bisher nicht erhärten können. Sie ermittelt aber weiter. Fünf von neun Festgenommenen wurden am Montag zwar angeklagt, aber diese Anklagen haben nichts mit der angeblichen Entführung zu tun. Ein Richter in London entschied, dass die fünf weiter in Haft bleiben. Die vier anderen waren zuvor freigekommen, drei davon auf Kaution. Auch sie werden jedoch anderer Straftaten verdächtigt. Zeitung berichtete am Wochenende von Plänen Die Zeitung "News of the World" hatte am Wochenende berichtet, eine neunköpfige osteuropäische Verbrecherbande habe geplant, "Posh Spice" Victoria Beckham und ihre beiden Söhne Brooklyn (3) und Romeo (2 Monate) in der Nähe ihrer Luxusvilla nördlich von London zu entführen. Für die Freilassung hätten sie ein Lösegeld von umgerechnet bis zu 7,85 Millionen Euro erpressen wollen. Die Beckhams stehen nun rund um die Uhr unter Polizeibewachung. Starfußballer David Beckham (27) fuhr am Montag zum Training nach Manchester. Am Sonntag hatte die Familie ihr Erscheinen bei der Weltpremiere des neuen Harry-Potter-Films abgesagt. "News of the World" bestritt, dass es sich bei den "Entführungsplänen" um reine "Angeberei unter Gangstern" gehandelt haben könnte. Dazu seien die Planungen viel zu detailliert gewesen. Nach eigenen Angaben hat die Boulevardzeitung aus dem Konzern von Medienmogul Rupert Murdoch die Männer mit versteckter Kamera mehrere Stunden dabei gefilmt, wie sie den Plan diskutierten. Legendärer Undercover-Reporter Der Reporter von "News of the World", der sich in die "Bande" hatte einschleusen lassen, ist Mazher Mahmood, der in der britischen Boulevardpresse einen legendären Ruf genießt. Er hat zahlreiche Kontakte in der Unterwelt und lässt sich von einem Leibwächter bewachen. Damit er immer wieder eingesetzt werden kann, veröffentlicht die Zeitung nie ein Bild ihres Undercover-Journalisten. Wenn es zu einem Prozess in der angeblichen Entführungssache kommen sollte, wird er wahrscheinlich vor Gericht erscheinen müssen - und dann wäre sein Gesicht wohl auf einen Schlag bekannt. Die Vorgehensweise der Zeitung stieß am Montag auch auf Kritik. Mark Stephens von einer Anwaltskanzlei, die sich für unschuldig Verfolgte einsetzt, sagte: "Wir müssen uns als Gesellschaft entscheiden, ob wir das Strafrecht den Gerichten oder den Medien überlassen." Manche Zeitungen spekulierten auch, die Festnahme der Verdächtigen kurz vor Andruck der "News of the World" sei einfach "zu gut, um wahr zu sein". (APA/dpa)