Pristina - Der Anteil von Frauen in den Gemeindevertretungen im Kosovo ist nach den Gemeinderatswahlen vom 26. Oktober deutlich gestiegen. Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werden künftig 262 von insgesamt 920 Gemeinderatssitzen von Frauen eingenommen werden. Das entspricht einem Anteil von 28 Prozent.Dank OSZE Die OSZE verbuchte diese Quote in einer Aussendung als eigenen Erfolg, weil vor den Wahlen große Anstrengungen unternommen worden seien, um den Frauenanteil zu stärken. Auch die Wahllisten waren unter diesem Aspekt zusammengestellt worden. Das Kosovo wird seit Ende 1999 von der UNO (UNMIK) verwaltet, gehört laut UNO-Resolution 1244 aber weiterhin zu Jugoslawien. Die Demokratische Liga im Kosovo von Präsident Ibrahim Rugova hat einen Wahlsieg in 18 Kommunen verbucht, gefolgt von der Demokratischen Partei des früheren Chefs der UCK (Albanische Befreiungsarmee im Kosovo), Hashim Thaci, die in sechs Gemeinden als Sieger hervorging. Politische Parteien der Kosovo-Serben werden eine eigene Kommunalverwaltung in fünf Kommunen - Zvecan, Leposavic, Novo Brdo, Strbci und Zubin Potok - bilden. Die Partei Rugovas konnte einen Wahlsieg unter anderem in den Städten des Kosovo - Pristina, Mitrovica, Urosevac und Pec - verbuchen. (APA)