Washington - Eine Woche vor der geplanten Hinrichtung eines wegen Mordes verurteilten Pakistani in den USA hat die US-Regierung eine Anschlagswarnung an ihre Bürger im Ausland ausgegeben. Es sei möglich, dass die Exekution Racheakte nach sich ziehe, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch (Ortszeit) in Washington mit. Der Regierung lägen "glaubwürdige Hinweise" darauf vor, dass Extremisten "zusätzliche terroristische Aktionen" gegen die USA planten. Dazu gehörten Selbstmordattentate, Mordanschläge und Entführungen. Angesichts der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen in den USA selbst seien Anschläge vor allem im Ausland zu befürchten. Möglicherweise würden einige US-Einrichtungen im Ausland deshalb vorübergehend geschlossen. Als Tatorte seien jedoch auch Bars, Restaurants, Schulen und Gedenkstätten oder auch Ferienanlagen und Strände denkbar. CIA-Mitarbeiter ermordet Der Pakistani Mir Aimal Kansi soll am 14. November fünf Jahre nach seiner Verurteilung hingerichtet werden. Ein Geschworenengericht hatte ihn 1997 für schuldig befunden, im Jänner 1993 zwei Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA ermordet und drei weitere Menschen verletzt zu haben. Einen Tag nach dem Schuldspruch durch die Geschworenen wurden damals bei einem Anschlag in Pakistan vier US-Bürger und ihr einheimischer Fahrer getötet. (APA)