Kabelarbeiten der Telekom haben in der Nacht auf heute, Donnerstag, im Salzkammergut nicht nur zu einem stundenlangen Ausfall der Festnetz- und Handyverbindungen sondern auch des Notrufs der Hilfsorganisationen geführt. Die Telekom behauptet, die Einrichtungen im Vorfeld schriftlich informiert zu haben, diese aber sagen, man habe keine Benachrichtigung erhalten. Von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr früh ohne Telefonverbindung Weite Teile des Salzkammergutes waren vom Ausfall betroffen. Von Bad Aussee bis nach St. Gilgen waren rund 30.000 Haushalte von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr früh ohne Telefonverbindung, berichtete heute der ORF Salzburg in seinen Mittagsnachrichten. Besonders verärgert waren Gendarmerie, Rotes Kreuz und Feuerwehr, weil auch der Notruf nicht möglich war. Und auch eine Alarmierung der Einsatzkräfte hätte nicht durchgeführt werden können, weil diese derzeit per SMS erfolgt. Einzelfall "Es ist sicher ein Einzelfall, aber die Dramatik fragt nicht danach", so Salzburgs Landesrettungskommandant Gerhard Huber. Wäre man von der Telekom rechtzeitig informiert worden, hätte man eine eigene Nachrichtenverbindung als Ersatz aufbauen können, so Huber. Auch Landesfeuerwehrkommandant Anton Brandauer kündigte an, dass man sich beschweren werde. Die Feuerwehr sei erst um 3.45 Uhr durch eine Anfrage des Roten Kreuzes auf das Problem aufmerksam gemacht worden. Und auch Landesgendarmeriekommandant Ernst Kröll kündigte eine Beschwerde an. Sorr Ein nicht vorhersehbarer technischer Ausfall habe zum Totalausfall der Telefonverbindungen in weiten Teilen des Salzkammergutes geführt, erklärte Sigrid Bachinger, Sprecherin der Telekom Austria, auf Anfrage der APA. Die Hilfsorganisationen seien vorher nicht informiert worden, weil es sich bloß um eine Routinearbeit gehandelt habe, bei der es normalerweise keine Beeinträchtigungen geben sollte.(APA)