Pristina - Das Parlament der südserbischen Krisenprovinz Kosovo hat am Donnerstag in einer Resolution den Entwurf einer Neugliederung des aus Serbien und Montenegro bestehenden Bundesstaates Jugoslawien abgelehnt. Für die Kosovo-Albaner sei es unannehmbar, dass die seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltete südjugoslawische Provinz in dem Entwurf als eine von zwei Provinzen Serbiens bezeichnet wird. Für die Resolution hatten 64 der 120 Abgeordneten gestimmt. Zuvor hatten alle serbischen Parlamentarier die Sitzung aus Protest verlassen. Das Kosovo-Parlament rief gleichzeitig die internationale Gemeinschaft auf, diese Bestimmung aus der neuen Verfassung des Bundesstaates Jugoslawien nicht anzuerkennen. Der Ministerpräsident von Kosovo, Bajram Rexhepi, hatte zuvor erklärt, dass die mehrheitlich von Albanern bewohnte Provinz einseitig ihre Unabhängigkeit erklären werde, falls die umstrittene Formulierung bestehen bleibt. Den Status des Kosovo regelt die UNO-Resolution 1244 aus dem Jahr 1999, die nach den NATO-Luftangriffen auf Ziele in Jugoslawien zu Stande gekommen war. Demnach ist der Kosovo vorerst ein Bestandteil Jugoslawiens. Über den endgültigen Status der Provinz solle später entschieden werden. Die albanische Mehrheit wünscht sich die vollständige Unabhängigkeit, die serbische Minderheit und die Führung in Belgrad lehnen dies ab.(APA/dpa)