Bleibergs Wölfe machen sich nun wieder Hoffnungen auf den Meistertitel der Ersten Liga.

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Wien - Für SEZ Bad Bleiberg ist die Welt seit Donnerstag wieder in Ordnung. Der Klub der Red Zac Ersten Liga bekommt neun der zwölf wegen des "Falles Katanha" abgezogenen Punkte zurück und verbessert sich damit in der Tabelle vom achten auf den fünften Rang. Drei Matches resultatsgemäß beglaubigt Das neutrale Ständige Schiedsgericht der Bundesliga stieß am Donnerstag auf seiner Sitzung in Wien unter Vorsitz von Dr. Walter Schrammel die Entscheidungen der zwei früheren Instanzen um und beglaubigte die Matches der Kärntner gegen Kapfenberg (1:0), den Wiener Sportklub (3:2) und Austria Lustenau (2:1) resultatsgemäß. Beim Spiel Bad Bleiberg gegen Mattersburg, das 3:0 geendet hatte, wurde die Strafbeglaubigung von 0:3 hingegen aufrecht erhalten, weil die Burgenländer als einziger Gegner unmittelbar nach dem Spiel Protest gegen die Wertung eingelegt hatten. Katanha unberechtigt eingesetzt Der Senat eins und das Protestkomitee hatten in ihren Urteilen befunden, dass Bad Bleiberg den Spieler Newton Ben Katanha unberechtigt eingesetzt hatte. Katanha, zuvor vom SV Salzburg geliehen, war von Bad Bleiberg vor der laufenden Saison endgültig erworben worden, allerdings war die neuerliche Anmeldung des Spielers für den Klub verabsäumt worden. "Meisterschaftsregeln zweifelhaft" Auch das Schiedsgericht bestätigte den unberechtigten Einsatz Katanhas in den vier Partien, aus formaljuristischen Gründen wurden die Anträge des Wiener Sportklub und Kapfenbergs auf Wiederaufnahme des Beglaubigungsverfahrens jedoch für nicht zulässig erachtet. Das Schiedsgericht führte an, dass die Vereine trotz der Möglichkeit der Passkontrolle nicht sofort Protest eingebracht hatten. Austria Lustenau selbst hatte in dieser Sache keinen Protest eingebracht. Für Bundesliga-Vorstand Thomas Kornhoff ist dieses Verfahren Anlass, die Regeln zu überarbeiten. "Es hat sich im Zuge dieses Verfahrens gezeigt, dass die ÖFB-Meisterschaftsregeln juristisch qualitativ zweifelhaft sind und hier eine dringende Überarbeitung notwendig ist", erklärte Kornhoff. "Balsam" Bei SEZ Bad Bleiberg war die Freude über die Entscheidung groß. "Noch ist die Meisterschaft nicht zu Ende, Bleiberg lebt wieder", erklärte Sportdirektor Heinz Sitter zur neuen Situation seines Klubs, der elf Punkte hinter Spitzenreiter Mattersburg und sieben hinter dem zweitplatzierten DSV Leoben rangiert. "Wenn man zwölf Punkte verliert und drei Monate lang darum kämpft, die Moral hoch zu halten und wirtschaftlich zu bestehen, dann ist das Balsam auf die Wunden", sagte Sitter. (APA)