Guatemala - Die Polizei in Guatemala hat rund 3.000 Bauern von besetztem Land in der Region von El Palmar vertrieben. Bei dem Einsatz von mehr als 300 Polizisten in Kampfausrüstung wurden am Donnerstag drei Beamte schwer verletzt. Gut ein Dutzend Landarbeiter wurde wegen gesundheitlicher Beschwerden infolge des Tränengaseinsatzes ins Krankenhaus eingeliefert. Die Bauern hatten sich ebenfalls Tränengas beschafft und gingen mit Macheten und Metallstangen gegen die Polizisten vor. Nach ihrer Vertreibung von dem besetzten Ackerland blockierten sie vorübergehend eine Schnellstraße. Der Konflikt im Südosten des mittelamerikanischen Landes geht bis ins Jahr 1988 zurück. Damals verteilte die Regierung Grund und Boden an Bauern, die ihr Land nach schweren Überschwemmungen verloren hatten. Die Anwohner von El Palmar sahen sich jedoch um ihren gerechten Anteil betrogen und protestierten auch in den folgenden Jahren immer wieder gegen die Maßnahme der Regierung. (APA)