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Berlin - Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter ist mit dem diesjährigen Literaturpreis der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" geehrt worden. Die Auszeichnung ist mit 12.500 Euro dotiert. Die Jury ehrt de Winter für seine "so komplex wie spannend angelegten Romane, die am Beispiel meist jüdischer Protagonisten hoch komisch und psychologisch einfühlsam vom Getriebensein des modernen Menschen erzählen". "Mit einer Unbefangenheit, die in Deutschland undenkbar wäre, zeichnet Leon de Winter die ruhelosen, getriebenen Juden der "zweiten Generation" auch gern in sexueller Hinsicht als Umtriebige, ohne Angst, antisemitischen Klischees in die Hände zu arbeiten", lobte "Die Welt". Dabei zeichne sich sein Schreiben "durch einen souveränen Wechsel von Nähe und Distanz im Hinblick auf seine Figuren aus, durch ein meisterliches Gespür für pointierte Dialoge, durch die gekonnte Verknüpfung verschiedener Haupt- und Nebenhandlungen, die seine Bücher so komplex wie spannend machen". Der "Welt"-Literaturpreis wurde zum vierten Mal vergeben. Bisherige Preisträger waren Bernhard Schlink, der diesjährige Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertesz und Pat Barker. (APA/dpa)