Wien - Ein Auslieferungsersuchen der Türkei an Bulgarien betreffend den österreichischen Staatsbürger Mustafa Akgün ist am Freitag von einem Gericht in Varna in erster Instanz abgelehnt worden. Die Staatsanwaltschaft hat nun sieben Tage Zeit, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, heißt es in einer Aussendung des Außenministeriums in Wien. Akgün wird von der Türkei Verwicklung in einen 1978 stattgefundenen Sprengstoffanschlag vorgeworfen. Außenministerin Benita Ferrero-Waldner begrüßte die Entscheidung des bulgarischen Gerichts. Ferrero-Waldner habe in zahlreichen persönlichen Gesprächen mit bulgarischen Regierungsmitgliedern den österreichischen Rechtsstandpunkt in dieser Angelegenheit nachdrücklich dargelegt, heißt es in der Aussendung. Die Außenministerin hofft nun auf eine rasche Rückkehr des Österreichers in seine Heimat. (APA)