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Ein Blick auf den Sitzungssall der Arabischen Liga in Kairo.

Foto: APA/ EPA/ Marwan Naamani
Kairo - Die Palästinenser wollen schon bald eine offizielle Antwort auf den "Fahrplan" der US-Regierung für die Gründung eines Palästinenserstaats geben. Das kündigte der palästinensische Planungsminister Nabil Shaath in der Nacht zum Sonntag nach einem Außenministertreffen der Arabischen Liga in Kairo an. Der israelisch-palästinensische Konflikt, der ursprünglich Haupttagesordnungspunkt des Kairoer Treffens sein sollte, wurde von den Ministern nur unter "ferner liefen" behandelt, da die neue Irak-Resolution der Vereinten Nationen die Aufmerksamkeit aller Anwesenden beanspruchte. Shaath erklärte, ein Sonder-Ministerkomitee der Liga werde in den nächsten zwei Wochen zusammentreten, um sich mit den Bedenken der Palästinenser gegen den US-Vorschlag zu befassen. Aus Sicht der Palästinenser sind die wichtigen Fragen der jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten und des Status der Hauptstadt Jerusalem in dem US-Papier nicht ausreichend berücksichtigt. Außerdem öffne der Vorschlag der Amerikaner der ausländischen Einmischung in die internen Angelegenheiten der Palästinenser Tür und Tor, kritisierte Shaath. Gespräche zwischen Hamas und Fatah Unterdessen setzten Vertreter der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Yasser Arafat in Kairo ihre Gespräche mit Anhängern der radikal-islamischen Hamas-Bewegung fort. Ziel der Gespräche sei es, sich "über die Mittel zu einigen", die zur Gründung eines Palästinenserstaats und zur Rückkehr der Flüchtlinge führten, sagte Hamas-Funktionär Osama Hamdan am Sonntagabend in einem Interview mit dem arabischen Nachrichtensender Al Jazeera. Auf die Frage, ob Hamas bereit sei, die Selbstmordattentate gegen Zivilisten in Israel einzustellen, sagte Hamdan: "Ich will da nicht vorgreifen." Die Gespräche liefen noch. Shaath kritisierte seinerseits, die von den Arabern zugesagten Finanzhilfen für die palästinensische Autonomiebehörde träfen nur tröpfchenweise ein. Einzig Saudiarabien habe bisher den beim Arabergipfel in Beirut versprochenen Betrag bezahlt.(APA/dpa)