Zürich - Das Schicksal der österreichischen Freiheitlichen verdeutlicht nach Ansicht des FDP-Fraktionschefs im deutschen Parlament, Wolfgang Gerhardt, dass ein rechtspopulistischer Kurs auf Dauer zum Scheitern verurteilt ist. In einem Interview der Neuen Züricher Zeitung verwahrte sich der ehemalige Parteichef der deutschen Liberalen dagegen, die drei Fälle Österreich, Holland und Nordrhein-Westfalen unter dem umstrittenen Ex-FDP-Landeschef Jürgen Möllemann "in einen Topf zu werfen". Jörg "Haider ist kein Liberaler. Das Tohuwabohu der FPÖ zeigt, dass ihre rechtspopulistische Anbiederung nur ein kurzes Aufflackern und kurzfristiges Einsammeln von Wählerstimmen ist. Auf die Dauer hat das keine Zukunft", konstatierte Gerhardt. Die FPÖ war 1993 im letzten Moment aus der Liberalen Internationale ausgetreten, um ihrem Ausschluss zuvorzukommen. Die FDP knüpfte daraufhin enge Kontakte zum Liberalen Forum nach dessen Gründung durch die FPÖ-Dissidenten Heide Schmidt und Friedhelm Frischenschlager.(APA)