Gaithersburg/Maryland - Ein neues am National Institute of Standards and Technology (NIST) installiertes Gerät soll künftig Produkte schneller auf den Markt bringen. Das Gerät namens Sphere eruiert schnell und genau den Schaden an Kunststoffüberzügen, Materialien und Strukturen, der durch die UV-Strahlung der Sonne verursacht wird. Auch Schäden durch Temperatur und Feuchtigkeit sollen rasch ermittelt werden. Um gegenwärtig den Einfluss der Verwitterung messen zu können, müssen Hersteller ihr Produkt der Sonne aussetzen oder eine so genannte Verwitterungskammer verwenden. Bis das Produkt endgültig auf den Markt kommt, sind mitunter jahrelange Tests nötig.In Sphere können mehr als 500 Produktproben eingebracht werden. Das Gerät verteilt die UV-Strahlung gleichfömig in mehr als 32 Kammern mit präzise regulierter Temperatur und Feuchtigkeit. Dadurch wird die Reproduzierbarkeit der Testergebnisse gewährleistet. Das Gerät soll die Verwitterung durch kontrollierte Temperatur, Feuchtigkeit und UV-Strahlung um das 50-fache gegenüber den herkömmlichen Bedingungen beschleunigen. So erhalten Materialien in Sphere UV-Licht äquivalent zu 50 Tagen Sonnenlicht. Weiterer Vorteil ist laut NIST, dass das selbe Material wiederholt und gleichzeitig bei 28 verschiedenen Witterungsverhältnissen getestet werden kann. Den Angaben der National Association of Home Builders zufolge wenden die USA jährlich zwischen 65 und 75 Mrd. Dollar für die Instandhaltung, die Reparatur und den Ersatz von Produkten auf. Der Grund ist häufig ein vorzeitiger Materialfehler, der durch die Verwitterung ausgelöst wird. Jetzt hoffen Forscher am NIST, dass das Gerät Herstellern die raschere Entwicklung innovativer Produkte für spezifische Umwelten ermöglicht und sich die Reparaturkosten senken. (pte)