Die Telecom Italia (TI) , die an der Telekom Austria (TA) nach ihrem Teilrückzug in der vergangenen Woche nur noch rund 15 Prozent hält, hat nun ihre Vertreter im Kontrollgremium des österreichischen Ex-Monopolisten abgezogen. Wie TA am Dienstag ad hoc mitteilte, haben die Repräsentanten der TI, Francesco Saverio Bruno und Giampaolo Zambeletti, ihre Ämter im Aufsichtsrat der börsenotierten Telekom Austria zurückgelegt. Begründung Begründet wird deren Ausscheiden mit dem Closing des Verkaufs von 75 Millionen TA-Aktien durch TI sowie der damit verbundenen Beendigung des Syndikatsvertrags zwischen den beiden Hauptaktionären, der Staatsholding ÖIAG und der Telecom Italia. Laut TA erfolgte der Schritt entsprechend einer am 6. Juni 2002 zwischen der ÖIAG und TI getroffenen Vereinbarung, wonach der Syndikatsvertrag beendet ist, sobald der Anteil von TI an TA weniger als 20 Prozent beträgt. Vor dem in der Vorwoche eingeleiteten Rückzug war die TI zu 29,8 Prozent an Telekom Austria beteiligt gewesen. Nachbesetzung offen Wann und durch wen die beiden Ausgeschiedenen nachbesetzt werden, sei noch nicht entschieden, sagte TA-Sprecher Martin Bredl am Dienstag zur APA. Der Aufsichtsrat gelte aber dennoch weiterhin als "arbeitsfähig", daher sei es noch offen, ob mit der Nachbestellung bis zur nächsten Hauptversammlung im kommenden Jahr zugewartet werde oder ob eine außerordentliche Hauptversammlung für die Neubestellung stattfinden werde. Keine Änderung Die im Rahmen des Verkaufs vereinbarten Lock-up Vereinbarungen von ÖIAG und Telecom Italia mit den Joint Bookrunnern bleiben von der Veränderung unberührt, wie TA heute weiter bekannt gab. (APA)