Berlin - Vertreter der Wirtschaft und der Opposition in Deutschland erwarten wegen der Finanzmisere der Sozialkassen eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Ein Renteneinstieg mit 65 Jahren werde sich auf Dauer nicht halten lassen, sagte Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Der Vorsitzende des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, sprach sich dafür aus, das Renteneintrittsalter in einem ersten Schritt um zwei Jahre anzuheben. "Wichtig ist, zunächst das tatsächliche Renteneintrittsalter mittelfristig auf 67 Jahre zu erhöhen", sagte er dem Blatt. Der stellvertretende FDP-Chef Rainer Brüderle fürchtet einen Anstieg der Altersgrenze auf 70 Jahre. "Wenn Rot-grün die Rentenversicherung weiter vor die Wand fährt, können die Menschen bald erst mit 70 in Rente gehen."(APA/Reuters)