Rom/Catania - Ein Erdbeben der Stärke 4,2 auf der Richterskala hat am Dienstagvormittag die süditalienische Region Molise betroffen. Das Epizentrum wurde in der Provinz Campobasso lokalisiert, meldete das Institut für Geophysik und Vulkanologie. Ein Erdstoß der Stärke 5,4 auf der Richterskala hatte am 31. Oktober in der süditalienischen Ortschaft San Giuliano di Puglia 29 Todesopfer gefordert, 26 davon waren Schulkinder. Der Erdstoß am Dienstag wurde auch von den Einwohnern San Giulianos verspürt, die seit dem Erdbeben in Zeltlagern und Bungalows untergebracht sind. Ätna-Asche auf Catania Die Hafenstadt Catania leidet weiter unter dem andauernden Ascheregen, den der sizilianische Vulkan Ätna verursacht. Die Behörden der Stadt haben nach Medienberichten vom Dienstag die rund 300.000 Bewohner aufgefordert, sich wegen der starken Staubbelastung der Luft möglichst wenig im Freien aufzuhalten. Außerdem sollten alle einen Mundschutz verwenden, wenn sie außer Haus unterwegs seien. Auf Autofahrten sollte möglichst verzichtet werden, hieß es. Auch der Flughafen von Catania ist durch die Vulkanasche praktisch lahm gelegt. Am Montag war kein Flugbetrieb möglich gewesen, am Dienstag war der Airport nur eine Stunde offen - in dieser Zeit konnte aber kein Flugzeug starten oder landen. Der Betrieb werde frühestens am Mittwoch wieder aufgenommen, teilte ein Krisenstab mit. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass der vor allem für den Tourismus auf Sizilien wichtige Flughafen wegen Renovierungsarbeiten vom 18. bis 26. November gesperrt wird. Die meisten Flüge werden in dieser Zeit wie bisher nach Palermo umgeleitet. Außerdem wird die Möglichkeit geprüft, einen Teil der Starts und Landungen auf einem nahe gelegenen Militärflughafen abzuwickeln. Seit Beginn der Eruptionen vor mehr als zwei Wochen ist der Flughafen von Catania bereits mehrmals gesperrt worden. Auch am vergangenen Wochenende waren wegen des Ascheregens nur zeitweise Starts und Landungen möglich gewesen. In den vergangenen Tagen hat der Wind die Asche die meiste Zeit auf Catania geblasen, wo Räumfahrzeuge im Dauereinsatz die Straßen säubern. (APA)