Wien - Für den Verkehrssprecher der Wiener ÖVP, Wolfgang Gerstl, war der Versuch ein "voller Erfolg". Und auch die Wiener Linien sind glücklich: Die Simulation des "Einfädelns" von Badner-Bahn-Garnituren in die montägliche U6-Morgenstoßzeit sei problemlos über die Bahnsteigsbühne gegangen. Die Fahrgäste hätten sich in den kürzeren Pseudo-Badner-Bahnen, normalen U-Bahnzügen, zwar gestapelt, manche hätten auf spätere Züge gewartet - der Versuch, ob es logistisch möglich sei, Badner-Bahnen auf die U-Bahn-Trasse zu schicken, sei aber im Großen und Ganzen gelungen.

Ob damit tatsächlich der Startschuss für ein zukünftiges umsteigefreies Öffi-Vergnügen bis über die Stadtgrenze stattgefunden hat, ist allerdings fraglich: Die echten Badner Bahnen sind um einiges schmäler als die "falschen" U6-Garnituren. (red; DER STANDARD, Printausgabe, 12.11.02)