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Foto: APA/Kiefer
Graz - Wie jedes Jahr halten auch heuer mit den kalten Temperaturen die finsteren Gestalten Einzug ins Land. Am Samstag, den 23. November, findet in Vordernberg (Bezirk Leoben) ein in seiner Dimension einzigartiges Teufels- und Perchtentreffen statt. Über 500 gruselige Gesellen aus Deutschland, Italien und Österreich werden dabei sein und sollen dem Publikum das Fürchten lehren. Der Obmann des Perchtenvereins "Vordernberger Höllenteufel", Andreas Fürholzer, kam gemeinsam mit seinen Vereinsmitgliedern auf die Idee, die kleine Gemeinde Vordernberg in der Obersteiermark durch ein einmaliges Treffen schauriger Gestalten in den Mittelpunkt zu rücken. "Außerdem liegt uns sehr viel daran, etwas vom alten Brauchtum zu erhalten", so Fürholzer. Kein Abschnitt des Jahres war in alter Zeit derart vor Dämonenfurcht und den Glauben an übermächtige Geisterwesen geprägt, wie die Wochen vor Allerheiligen bis zum Dreikönigsfest, weiß der Ober-Höllenteufel. Nebelfrauen und Schneegespenster trieben ebenso ihren finsteren Spuk wie Windsbräute und Sturmdämonen. Angeführt wurde die dämonische Jagd von den Heidengöttern - allen voran die sagenumwobene Frau Percht. Ein Mittel um das Furcht einflößende Geistervolk abzuwehren und zu besänftigen, waren damals so genannte Läufe. Die "Vordernberger Höllenteufel" wollten diesen alten Brauch der Geisterbekämpfung, wie er auch in anderen Teilen der Steiermark und ganz Österreich üblich ist, wieder aufleben lassen. An dem Lauf, der zwischen 800 Metern und eineinhalb Kilometer lang sein wird, wird u.a. die "Armee der Finsternis", die "Erzberger Teufel" oder die Krampusgruppe Möltschach teilnehmen. Der für die Akteure schweißtreibende Lauf beginnt um 17.00 Uhr. Die einzelnen Gruppen werden in Abständen von drei bis vier Minuten starten. Natürlich ist auch für die kulinarische und musikalische Umrahmung gesorgt. Ebenfalls gruselig wird es am 30. November in Schladming zugehen, wenn sich zum größten Österreichischen Krampuslauf mehr als 500 schaurig-schöne Gestalten versammeln werden. Auch der alljährlich stattfindende Perchtenlauf in Pöllau (am 1. Dezember) mit volkstümlicher Weihnachtsschau und Schmankerln vom Weihnachtsmarkt gehört zu den der Highlights in der heurigen Perchtensaison. Und falls ein scharfer Peitschenknall am 5. Dezember die nächtliche Stille durchbricht, dann geht das Nikolospiel in Bad Mitterndorf wieder über die Bühne. (APA/red)