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Bartenstein will über die Finanzierung des Lehrlingspakets nichts Genaues sagen: "Ich könnte vielleicht, will es aber nicht"

foto: reuters/foeger
Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein dehnt das Lehrlingspaket der Bundesregierung aus. Statt der ursprünglich geplanten 3.000 Schulungsplätze könne man im Notfall nun 1.000 weitere Stellen zur Verfügung stellen, erklärte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) Mittwoch Vormittag. Derzeit seien bereits 3.111 Jugendliche in Lehrgängen oder Orientierungskursen untergebracht. Die Finanzierung der weiteren Plätze ist laut Bartenstein durch Umschichtungen gesichert. Genaueres wollte er nicht sagen: "Ich könnte vielleicht, will es aber nicht". Unvorstellbar stark Ansonsten dominierten bei der Präsentation des VP-Arbeitsmarktprogramms bekannte Themen. So sprach sich Schüssel erneut dafür aus, für Frauen einen Anspruch auf Teilzeit bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes zu schaffen und bei der Lohnnebenkostensenkung vor allem die älteren Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Als "stärkstes Konjunkturbelebungsprogramm, das man sich vorstellen kann" wünscht sich der Kanzler eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank um einen halben Prozent. "Vielen Dank ... Super war's!" Personell will der VP-Chef bei einer allfälligen weiteren Regierungsbeteiligung der Volkspartei nichts ändern. Feierlich lud er Bartenstein wie zuvor die anderen Minister und Staatssekretäre der ÖVP ein, seinem Team auch in Zukunft anzugehören. Besonders hob Schüssel hervor, dass sich der Wirtschaftsminister auch mit "sehr vielen sozialpolitischen Akzenten" hervorgetan habe - Stichwort Kindergeld, Abfertigung neu und Familienhospizkarenz. Bartenstein war ob des Lobs dann auch ganz froh: "Vielen Dank Herr Bundeskanzler, super war's", resümierte der Minister seine bisherige Tätigkeit unter Schüssel. (APA)