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Düstere Aussichten an der Uni Salzburg
Foto: APA/SCHLAGER P.Peter Schlager/ LPB/L
Salzburg - Die Universität Salzburg hat den ersten Schritt auf dem Weg zur neuen Umsetzung des neuen Universitätsgesetzes (UG) getan. Am Mittwoch fand die Wahl der Mitglieder des Gründungskonvents statt. Angetreten waren je eine Liste der Professoren, des Mittelbaus und der allgemeinen Universitätsbediensteten. Die Listen wurden mit großer Mehrheit gewählt. Für die ProfessorInnen ziehen Albert Duschl (Biochemie), Johann Hagen (Rechtssoziologie), Hubert Haider (Sprachwissenschaften), Josef Perner (Psychologie), Reinhold Reith (Geschichte), Hans-Joachim Sander (Systemische Theologie) und Wolfgang Schuhmacher (Handels- und Wirtschaftsrecht) in den Gründungskonvent ein. An dieser Abstimmung nahmen 57 ProfessorInnen teil, 53 stimmten für den Listenvorschlag. Der Mittelbau hat Georg Lienbacher (Verfassungs- und Verwaltungsrecht) sowie Thomas Steinmaurer (Kommunikationswissenschaft) entsandt. Diese Liste erhielt 69 von 90 abgegebenen Stimmen. Die allgemeinen Universitätsbediensteten werden im Gründungskonvent durch Josefine Puntus (Institut für Geschichte) vertreten sein. Sie erhielt 79 von 114 abgegebenen Stimmen. Kritik an Zeitdruck, "Einheitslisten" sowie fehlender Geschlechterparität Am Tag vor der Wahl hatte es seitens des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen, des Beirats für Frauenforschung, Frauenförderung und Frauenstudien sowie dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung eine gemeinsame Protesterklärung gegeben. Kritisiert wurde der Zeitdruck, unter dem die Wahlen stattfinden, die Vorlage von "Einheitslisten" sowie fehlendes Bemühen, auf die Geschlechterparität Bedacht zu nehmen. Dem Gründungskonvent gehören zwölf Personen an. Sie setzen sich aus sieben VertreterInnen der Professorenkurie, zwei VertreterInnen des universitären Mittelbaus, einem/er VertreterIn aus dem Bereich der universitären Verwaltung sowie zwei StudentInnen zusammen. Die StudentInnen werden nicht gewählt, sondern von der Hochschülerschaft entsandt. Aufgabenbereich des Gründungsrates Dem Gremium kommt unter anderem die Aufgabe zu, die Größe des künftigen Senates zu bestimmen, eine provisorische Satzung zu erlassen und eine Wahlordnung für den Senat vorzulegen. Außerdem soll der Gründungskonvent festlegen, wie viele Mitglieder der künftige Universitätsrat haben soll. Die Universitäten können dabei zwischen fünf, sieben oder neun Mitgliedern entscheiden. Der Gründungskonvent wählt auch einen Teil der Mitglieder des Universitätsrates, schreibt die Wahl des Rektors aus und erstellt einen Dreier-Vorschlag für die Rektorswahl. Der Rektor ist vom Universitätsrat zu wählen. (APA)