Eisenstadt - In Eisenstadt ist am Mittwoch der Startschuss für zwei innovative Projekte zur Verbesserung der Arbeitsmarkt-Chancen von Frauen sowie zum Abbau von geschlechtsspezifischen Diskriminierungen gefallen. Frauen-LR Verena Dunst (S) konnte 3,8 Millionen Euro aus der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL an Land ziehen. Damit werden zwei Entwicklungspartnerschaften finanziert: "Gender Mainstreaming und Frauenförderung im Burgenland" wird als landesweites Projekt geführt, "Frauen und neue Informations- und Kommunikationstechnologien" wird speziell in den Bezirken Güssing und Jennersdorf umgesetzt.Kein Ko-Finanzierung durch das Land Inhaltlich koordiniert vom Frauenbüro des Landes unter der Leitung von Sonja Kögl werden - und das ist einmalig - alle relevanten wirtschafts-, arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Organisationen des Landes die Frauenförderung vorantreiben. Die Projekte haben eine Gesamtlaufzeit von 30 Monaten. "Das Besondere ist, dass das Land die 3,8 Millionen Euro auslösen kann, ohne kofinanzieren zu müssen", betonte Frauen-LR Dunst. Sie hofft, mit den geplanten Maßnahmen neue Arbeitsplätze für Frauen schaffen und Hunderten von ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern zu können. Hohes Interesse an dezentraler Arbeit Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft "Gender Mainstreaming" ist unter anderem geplant, ein Kompetenzzentrum für Frauenförderung und Gender Mainstreaming aufzubauen sowie Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen durchzuführen. Das Projekt "Frauen und neue Informations- und Kommunikationstechnologien" soll Frauen im besonders strukturschwachen südlichsten Burgenland Zugang zu neuen Technologien verschaffen und letztlich Telearbeitsplätze initiieren. Das Interesse an dezentraler Arbeit ist sowohl auf Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerseite vorhanden, wie man mittlerweile erhoben hat. Interessant an beiden Projekten ist auch, dass transnationale Partnerschaften eingegangen worden sind, mit Italien und Schweden beziehungsweise mit Deutschland und Italien. (APA)