Rom - In Italien sind beinahe 700.000 illegal beschäftigte Ausländer einem Aufruf der Regierung gefolgt, sich im Gegenzug für reguläre Arbeitsverträge und eine Aufenthaltsgenehmigung bei den Behörden zu melden. Die bisherigen Schwarzarbeiter würden nun "mit vollen Rechten in die Welt der Arbeit eintreten", sagte Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Mittwoch in Rom. Die Aktion würde den Sozialkassen Mehreinnahmen von 330 Millionen Euro bescheren. Nach Angaben Berlusconis meldeten sich allein 340.000 Beschäftigte aus dem häuslichen Bereich bei den Behörden, die meisten von ihnen ausländische Haushaltshilfen und Pflegekräfte. Die restlichen 357.000 Menschen seien bei Unternehmen beschäftigt, etwa auf dem Bau, im Reinigungsgewerbe und in der Landwirtschaft. Die Frist für die Meldung war am Montag abgelaufen. Gewerkschaften hatten gewarnt, dass bis zu einem Fünftel der Ausländer, die sich bei den Behörden gemeldet haben, mit ihrer Ausweisung rechnen müssen, da ihre Arbeitsverträge nicht zur Erteilung des Aufenthaltsrechts ausreichten. Italien verschärft derzeit seine Ausländergesetze, um die illegale Einwanderung einzudämmen. (APA)