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Ingolstadt - Die VW-Tochter Audi will ihren Absatz ungeachtet der weltweit anhaltenden Konjunkturschwäche weiter steigern. "Für 2003 gilt das Minimalziel eines neuerlichen und damit zum neunten Mal in Folge angestrebten Verkaufsrekordes", sagte Vertriebsvorstand Georg Flandorfer der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der neue A8 und der A3 würden "Rückenwind geben". Wahrscheinlich werde Audi 2002 sein gesetztes Ziel von 726.000 Autos wie im Vorjahr um rund 10.000 Fahrzeuge übertreffen. Audi steigere den Marktanteil in nahezu allen Ländern weltweit. "Im Heimatmarkt sind wir beim Marktanteil auf Rekordkurs, zuletzt sogar bei acht Prozent in Deutschland, was uns im bayerischen Duell (mit BMW) einen knappen Vorsprung bringt. Aber der Marktanteil soll uns nicht über einen rückläufigen Markt und damit geringere Stückzahlen hinweg täuschen - und vom Marktanteil allein leben wir auch nicht", meinte Flandorfer. Weltweit konzipierte Medienkampagne Die derzeit laufende aufwändige Medienkampagne für den A8 sei weltweit konzipiert. "Wir präsentieren Audi auch als Produzent so genannter Luxusfahrzeuge und gerade da mit besonderer Tradition." Der geplante Jahresabsatz von 20.000 Modellen sei gegenüber 2002 als Auslaufjahr des bisherigen Modells eine Verdoppelung und selbst gegenüber den Spitzenjahren eine mehr als 25-prozentige Steigerung. "Nicht ganz unproblematisch für die Zielerreichung sind Rahmenbedingungen wie etwa die diskutierte Dienstwagenbesteuerung oder ein zuletzt irritierter USA-Markt", zeigte der Manager Risiken auf. Die Münchner Konkurrenz fürchte Audi nicht: "Wir bauen Autos für Kunden und nicht gegen BMW. Bei den beiden Topmodellen - also dem Audi A8 und dem 7er BMW - scheuen wir keinen Vergleich. Vor der Markteinführung kann ich nur auf Vergleichstests verweisen und das ausnahmslos." Den Erfolg von BMW mit dem neuen Mini sieht Flandorfer gelassen: "Unsere Nischenmodelle sind die hochmotorisierten RS- Modelle." Diese passten wesentlich besser zur sportlichen Marke Audi. "Wenn wir von der BMW-Gruppe sprechen, darf ich erinnern, dass in der Audi-Gruppe die Marke SEAT genau diese sportlich-feschen Autos anbietet."(APA/dpa)