Amsterdam - "Woran glaubst Du", lautet die zentrale Frage beim 15. internationalen Dokumentarfilm-Festival in Amsterdam (IDFA). Das Treffen vom 20. November bis zum 1. Dezember gilt als eines der bedeutendsten seiner Art. Etwa 220 Filme aus knapp 50 Ländern werden diesmal gezeigt, aufgeteilt in Beiträge zwischen drei und 180 Minuten Dauer. Wie im Vorjahr werden wieder 90.000 Besucher erwartet. Aus Österreich werden in Amsterdam drei Filme, alle in der Sektion "Reflecting Images", gezeigt. Mit dabei ist Andre Hellers und Othmar Schmiderers Streifen "Im toten Winkel" über Traudl Junge, die von 1942 bis zu Hitlers Tod dessen Sekretärin war; die Österreich-Bestandsaufnahme "Zur Lage" von Barbara Albert, Michael Glawogger, Ulrich Seidl und Michael Sturminger sowie die deutsch-österreichische Produktion "Bellaria - So lange wir leben!" über die Bewohner des traditionsreichen Wiener Kinos hinter dem Volkstheater. Die Festivalfrage nach dem Glauben bezieht sich auf religiöse Inhalte wie auf Darstellungen in den Medien. In 20 Filmen geht es um Porträts von Menschen unterschiedlich intensiver Gläubigkeit und um Fragen nach der Richtigkeit von Darstellungen durch die Medien. Dazu gehört etwa die verhängnisvolle FBI-Aktion bei der Farm im amerikanischen Waco. Eine Retrospektive ist dem Filmemacher Michael Moore gewidmet. Sein aus diesem Jahr stammender Film "Bowling for Columbine", der nach Vorstellungen bei der Viennale in Kürze auch in österreichischen Kinos anlaufen wird, eröffnet das Festival. (APA/dpa)