Kangerlussuaq/Wien - 40 Grad minus im Freien und zehn Grad unter Null in den Räumlichkeiten - Wer nicht unbedingt auf gemütliche Abende vor dem Kamin steht, sollte sich ins Eishotel nach Grönland begeben. Ab 16. Dezember werden wieder vor dem Hotel Kangerlussuaq in Mittelgrönland Iglus errichtet, die an besonders kälteresistente Touristen vermietet werden. Daunenschlafsack und Frühstück sind in dem Angebot inbegriffen, so das dänische Fremdenverkehrsamt. Errichtet werden zwei große Gemeinschaftsiglus und vier kleinere Iglus für jeweils zwei Personen zum Schlafen. Alle Eishütten sind untereinander mit Gängen verbunden. Das Übernachten wird aber sicherlich nicht ungemütlich - Die Betten sind mit Fellen von Moschusochsen überzogen. Dennoch schlafen laut dänischem Fremdenverkehrsamt nur die wenigsten Touristen mehrere Nächte in dem Eishotel. Sollten jemanden die Frostgrade doch ein bisschen zu viel werden, kann man ins benachbarte Hotel ausweichen. Wer durchhält, bekommt sogar ein Zertifikat, das die Übernachtung im Iglu nachweist. Für Gewissenhafte sind darin sogar die Daten über Minusgrade der betreffenden Nacht enthalten. Drei bis vier Monate bleiben die Iglus als zusätzliches Zimmerangebot erhalten. Wenn das Eis schmilzt muss das Hotel Kangerlussuaq seinen flüchtigen Anbau entbehren. Erst im darauf folgenden Winter wird das Eisdorf wieder errichtet. (APA/red)