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Wiedereinmal wurde eine neue Liste der 500 schnellsten Rechner der Welt veröffentlicht. Nach wie vor steht der NEC Earth-Simulator mit 35.860 GFlop/s an der Spitze, auf Platz zwei und drei befindet sich HP mit seinen ASCI-Q-Systemen, die je über eine Rechenleistung von 7.727 GFlop/s verfügen. Platz vier nimmt ein IBM ASCI White ein, Platz fünf konnte Linux NetworX mit dem MCR Linux Cluster Xeon 2,4 GHz, der mit normalen PC-Prozessoren auf eine Leistung von 5.694 GFlop/s kommt, für sich erobern. Österreich rutscht ab Den ersten österreichischen Super-Comuter findet man auf Platz 370. Dabei handelt es sich um Schrödinger I, ein Supercomputer für die Universität Wien, entwickelt von init.at. Der auf Basis von Linux arbeitende, massiv parallele Rechner hat eine Speicherkapazität von insgesamt 162GB RAM, über 6 Terabyte Plattenkapazität und ist 204.5 Gflops schnell. Als Betriebsystem kommt Linux SuSE 7.2 zum Einsatz. Es geht bergab Noch im Juni befand sich Schrödinger 1 auf Platz 264, der österreichischen High-Speed-Computer musste also 104 Plätze einbüßen. (Der Webstandard berichtete ) 500.000 Euro Der Cluster besteht aus 3 zentralen Servern und 160 Rechen-Knoten, die mit je einer AMD Athlon XP-1700+ CPU ausgestattet sind. Der Gesamtpreis des Systems beträgt von 500.000 Euro. Bilder des österreichischen Supercomputers finden Sie hier . TOP 500 Liste Die Liste wird von Mitarbeitern der Universität Mannheim und des Lawrence Berkeley Laboratory zwei Mal im Jahr erstellt. Für das vergangene halbe Jahr stellen sie eine rasante Zunahme der installierten Rechenleistung fest. Die gesamte Rechenleistung aller in der Top500-Liste aufgeführten Systeme stieg in den vergangenen sechs Monaten von 222 Teraflops auf 293 Teraflops. Bei den Herstellern überholte HP nach dem Merger mit Compaq mit 137 installierten Systemen seinen Konkurrenten IBM mit 131 Systemen. Allerdings führt IBM weiterhin bei der Gesamtleistung seiner Systeme. Von den 500 genannten Systeme sind immerhin 93 Linux-Cluster. Davon verfügen 55 über Intel-Prozessoren und acht erhielten ihre Prozessoren von AMD. Linpack-Wertung Die Wertung für die Top500-Liste erfolgt nach der Linpack-Wertung. Um unter die Top 10 zu kommen, benötigt ein System inzwischen 3,2 Teraflops Rechenleistung. Davon sind sieben in den USA und jeweils ein Supercomputer in Japan, Frankreich und Großbritannien installiert. Betrachtet man die Verteilung der installierten Leistung nach Staaten, so wird nochmals die führende Rolle der USA bestätigt. 51 Prozent der Gesamtrechenleistung entfallen auf die USA, gefolgt von Japan mit 20 Prozent und Deutschland mit neun Prozent. Großbritannien liegt auf Platz vier mit acht Prozent. (red/pte)