ORF-Generaldirektorin Monika Lindner hat am Freitag Vorwürfe im Zusammenhang mit möglichen Einsparungen beim Radio Symphonie Orchester (RSO) des ORF zurückgewiesen. RSO-Chefdirigent Betrand de Billy hatte in den vergangenen Tagen in verschiedenen Medien heftige Kritik an der Führung des öffentlich-rechtlichen Senders geübt. Lindners Reaktion in einer Aussendung: Ihr Verständnis für das "emotionale Engagement" de Billys habe "Grenzen".

"Wie de Billy genau weiß, ist der ORF auf Grund der wirtschaftlichen Situation zum Sparen in allen Bereichen angehalten. Davon kann auch das RSO nicht ausgenommen sein", so Lindner. "De Billy ist bekannt, wie sehr sich Hörfunkdirektor Kurt Rammerstorfer und ich für einen substanziellen Erhalt des RSO engagieren und seit geraumer Zeit versuchen, für alle Beteiligten eine tragfähige Lösung für die Zukunft des RSO zu finden. Umso unverständlicher sind die wiederholten unqualifizierten bis hin zur Geschmacklosigkeit neigenden öffentlichen Angriffe." (APA)