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Foto: Reuters/ AKRAM SALAH
London/Kairo - Die libysche Führung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach der irakische Präsident Saddam Hussein seine Familie und einige treue Weggefährten im Falle eines amerikanischen Angriffs auf Bagdad nach Libyen schicken will. Die britische Tageszeitung "The Times" hatte am Samstag berichtet, der irakische Machthaber habe mit Tripolis bereits eine entsprechende Vereinbarung getroffen und wolle für dieses "Asyl" 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Mrd Euro) bezahlen. Der Bericht sei nichts weiter als eine "Zeitungsente", sagte Saif el Islam, der Sohn des libyschen Staatschefs Muammar el Gaddafi, in einem Interview mit der in London erscheinenden arabischen Zeitung "Al-Sharq el Awsat" (Sonntagsausgabe). Familien sind Freunde Die Familie des irakischen Präsidenten sei eine "befreundete Familie und der Irak ist ein befreundetes Land und braucht derartige Vereinbarungen deshalb nicht", zitierte ihn die Zeitung. Die "Times" hatte unter Berufung auf diplomatische Quellen berichtet, Saddams Verwandte und etwa ein Dutzend Regierungsmitglieder sollten über Syrien nach Libyen fliehen. Dies hätten Unterhändler Saddams bei Geheimverhandlungen mit den Regierungen in Tripolis und Damaskus vereinbart. Saddam selbst und seinem ältesten Sohn Udai wolle die libysche Führung jedoch keinen Unterschlupf gewähren. (APA)