Nicht müde wird "Krone"-Chef Hans Dichand, die österreichische Presseförderung als "Anomalie" zu geißeln, die ohnehin nicht zu halten sei. Nicht für jeden in seinem Unternehmen ist diese Subvention so fern der Normalität: Josef Kalina ist Manager von Dichands Gratisblatt "U-Express" und der Mediaprint-"Bezirksjournale". Kalina unterschrieb einen "Offenen Brief" an alle Parteichefs. Darin fordert der Verband der kostenlosen Regionalblätter, auch sie künftig wie Kaufblätter mit Presseförderung zu unterstützen. Aber auch die an Gewinn nicht arme "Krone" hat die ihr zugedachten 273.000 Euro Presseförderung noch nie der Republik zurücküberwiesen. Das ist übrigens gleich viel an staatlicher Subvention, wie DER STANDARD erhält. (DER STANDARD, Printausgabe vom 19.11.2002)