Nairobi/Abidjan - Mindestens 40.000 Häuser von Zuwanderern sind seit Ausbruch der Krise in der westafrikanischen Republik Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) zerstört worden. Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) machte am Dienstag Regierungssoldaten von Präsident Laurent Gbagbo verantwortlich für die Vertreibung von Ausländern aus Nachbarländern. Seit Ausbruch der Rebellion hätten Militärs mindestens 13 Siedlungen von Zuwanderern verwüstet, erklärte die Organisation in der Regierungsstadt Abidjan.Rebellen kontrollieren große Teile des Landes Die Ausländerfeindlichkeit war von Regierungsmitgliedern geschürt worden, die einem nicht benannten Nachbarland die Mitschuld für die Rebellion vom 19. September gegeben hatten. Rebellen der "Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste" kontrollieren seitdem weite Teile des Nordens und des Zentrums des Landes. Von der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS vermittelte Friedensgespräche in Togo blieben bisher ergebnislos. Bis zu vier Millionen Zuwanderer im Land Bis zu vier Millionen Zuwanderer, hauptsächlich aus Burkina Faso, lebten bisher in dem einst stabilsten Land Westafrikas. Meist arbeiteten sie auf den Kakaoplantagen, von denen rund 40 Prozent der weltweit vertriebenen Kakaobohnen stammen. Hunderttausende flohen in den letzten Wochen vor der zunehmenden Gewalt. (APA/dpa)