Wien - Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) forderte am Dienstag die Umsetzung des Projekts "Vision Zero - Kein Verkehrstoter im Straßenverkehr" nach schwedischem und schweizerischem Vorbild. Eine Vorreiterrolle dabei sollten die Gemeinden einnehmen.

Bei 26.036 Verkehrsunfällen im Ortsgebiet wurden im vergangenen Jahr 31.900 Personen verletzt und 213 getötet. Das Risiko, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, sei in Österreich doppelt so hoch wie in den sichersten Staaten der EU.

Bei "Vision Zero" soll das Verkehrssystem so gestaltet sein, dass menschliche Fehler keine schweren Folgen haben. Das schwedische Parlament hat im Oktober 1997 "Vision Zero" als Ziel der Verkehrssicherheitsarbeit beschlossen, die Schweiz folgte heuer im Herbst.

Laut VCÖ bringen verkehrsberuhigte Zonen, übersichtliche und gesicherte Kreuzungen, häufigere Kontrollen und gut funktionierender öffentlicher Verkehr eine deutliche Verbesserung. Die Zahl der Verkehrstoten im Ortsgebiet ließe sich um 90 Prozent verringern. (APA)