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Rauch-Kallat, eben wiedergewählte ÖVP-Frauenchefin: "Die Chance ist weiblich."
Foto: APA/OTS/Zeitler
Wien - Kurz vor der Wahl versucht die ÖVP noch rasch, sich den österreichischen Frauen schmackhaft zu machen. Frauenchefin Maria Rauch-Kallat versammelte Donnerstag Vormittag Bildungsministerin Gehrer und die Nationalratskandidatinnen Helga Machne, Silvia Fuhrmann und Ingrid Wendl zu einer Pressekonferenz, um gemeinschaftlich volksparteiliche Anliegen an die Wählerin zu bringen. Geworben wurde einerseits mit bereits erfolgten Maßnahmen wie dem Kindergeld, andererseits mit noch offenen Projekten wie dem Teilzeitanspruch für Mütter bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes. Kein Grund für Vorwürfe? Vorwürfen, wonach die ÖVP kein Herz für Frauen-Karrieren haben, trat Rauch-Kallat gleich zu Beginn der Pressekonferenz entgegen. Sie erinnerte daran, dass die Volkspartei in Österreich die erste Ministerin (Grete Rehor), die erste "Frau Landeshauptmann" (Waltraud Klasnic), die erste Nationalratspräsidentin (Marga Hubinek), die erste Nationalbankpräsidentin (Maria Schaumayer) und auch die erste Bürgermeisterin einer Großstadt (in Innsbruck Hilde Zach) in ihren Reihen gehabt habe. Dass diese Linie fortgesetzt werde, versprach Gehrer: "Wir werden genau darauf schauen, dass tüchtige Frauen ihre Positionen erhalten". Für jung.. Mehr Herz für junge Frauen versprach Fuhrmann, Obfrau der Jungen ÖVP. Sie möchte sich dafür einsetzen, dass der Frauen-Anteil an technischen Fachhochschulen wächst, da mit solch einer Ausbildung auch bessere Verdienstmöglichkeiten einhergingen. Schon praktische Erfahrung aufweisen kann die Lienzer Bürgermeisterin Helga Machne. Die Osttirolerin verwies auf positive Beispiele aus ihrer Heimat. In Lienz gebe es um 30 Euro pro Monat für jedes Kind ab dem dritten Lebensjahr einen Kindergartenplatz. Zudem sei seit vielen Jahren ein Kinderbetreuungszentrum vorhanden, in dem Kinder von 0 bis zwölf Jahren rund um die Uhr betreut werden könnten. Überdies habe man weitreichende Teilzeitarbeitsplätze für Frauen etabliert. ..und alt Wendl hielt sich allgemeiner und geschlechtsunspezifisch. Anliegen der früheren Eiskunstläuferin und TV-Moderatorin ist es, dass sich SeniorInnen verstärkt in die Gesellschaft einbringen. (APA)