Zürich - Die Winterthur, die Versicherungstochter der Credit Suisse Group (CS) soll nicht verkauft werden. Die Realität des Marktes sei, dass derzeit keine Versicherung verkauft werden könne, sagte Co-CEO Oswald Grübel in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung "Cash" vom Freitag. "Wir wollen die Winterthur auch gar nicht verkaufen, sondern sie profitabel machen," so Grübel. Vielmehr wäre sogar eine Expansion der Winterthur möglich. Er sei "überzeugt", dass die in diesem Jahr bereits in die Versicherung eingeschossenen 3,7 Mrd. Fr. reichen würden. Die Altlasten sind laut Grübel nun bereinigt. Die Kosten der CS lägen im Retail-Bereich und im Private Banking im Quervergleich zu hoch. "Da müssen wir abspecken, um konkurrenzfähig zu bleiben," so Grübel. Für die Schweiz bleibt es laut Grübel aber "im Moment" mit dem bereits kommunizierten Stellenabbau im Bankbereich. "Ich glaube, dass ich der Markt im zweiten Halbjahr (2003) erholen wird. Dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir weiter abbauen." "Weder (John) Mack noch ich sind so jung, dass wir versuchten, alleiniger CEO zu werden," beantwortete Grübel eine entsprechende Frage. Auf Grund ihrer Struktur mit zwei operativen Geschäftseinheiten sei die CS ein "spezieller Fall", weshalb die Doppelführung beibehalten werden solle. (APA/sda)