Brüssel - Nach dem Hausverbot des Europaparlaments für zwei Minister aus Simbabwe droht ein kommende Woche geplantes Treffen zwischen Vertretern der AKP-Staaten und der EU zu platzen. Die Entscheidung des Parlamentspräsidiums, den beiden Politikern die Teilnahme zu untersagen, sei "unannehmbar", betonte am Freitag ein Sprecher der AKP-Versammlung, der Abgeordnete aus den 78 Mitgliedsländern in Afrika, der Karibik und dem Pazifik-Raum angehören. Nach seinen Angaben erwägen die AKP-Delegierten nun, die gemeinsame Sitzung mit den Europa-Parlamenteriern zu boykottieren. Eine Entscheidung wollen sie nach einer Krisensitzung am Samstag in Brüssel treffen. Im Parlament protestierten mehrere Grüne und Vertreter der Fraktion der Vereinigten Linken gegen das Hausverbot. Der irische Parlamentspräsident Pat Cox wies die Kritik zurück. Die beiden Minister ständen auf einer Liste mit engen Mitarbeitern von Staatschef Robert Mugabe, denen die EU am 23. September wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen den Aufenthalt verboten habe. Die Minister waren am Donnerstag in Brüssel eingetroffen. Belgien ließ die Politiker trotz des EU-Aufenthaltsverbots einreisen. Als Grund nannte es den "internationalen Charakter" des Treffens. (APA/AFP)