Wien - Gegen die geplante Einstellung von Radio Österreich International (ROI) haben sich am Samstag die vier ehemaligen Außenminister Leopold Gratz, Willibald Pahr, Peter Jankowitsch und Erwin Lanc (alle SPÖ) ausgesprochen. In einem Schreiben ersuchen sie ORF-Generaldirektorin Monika Lindner "nachdrücklich, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen". "Bundesregierung und öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt haben die Pflicht, ROI nicht nur weiterzuführen, sondern auszubauen", erklären die vier Ex-Außenminister. Wenn das Budget und die Rundfunkgebühren nicht reichen, gebe es auch die Fremdenverkehrswerbung, "deren Beitrag hier außer Streit stehen müsste". Die vier Ex-Außenminister bringen mehrere Argumente für die Aufrechterhaltung von ROI vor: ROI sei oft das einzige Bindeglied für Auslandsösterreicher zu ihrer Heimat. "Gleichzeitig geht es um die authentische und aktuelle Selbstdarstellung unserer Republik in einer globalisierten Welt. Die kann sich nicht nur auf das Inserat beschränken." Der Werbewert von ROI sei wesentlich höher als die Kosten. (APA)