Paris - Französische Ermittler haben am Freitag und Samstag bei Razzien in Paris und zwei Vororten insgesamt fünf verdächtige radikale Moslems festgenommen. Unter den Festgenommenen befindet sich auch ein 25-jähriger Algerier, der im Juni aus einer Haftanstalt im niederländischen Breda entkommen war, wie die französische Polizei am Sonntag mitteilte. Der Mann war im April gemeinsam mit drei weiteren mutmaßlichen Mitgliedern einer radikalislamischen algerischen Gruppe festgenommen worden, die im Verdacht steht, enge Kontakte zum internationalen Terrornetzwerk El Kaida zu unterhalten. Sie sollen nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft "Teilnehmer des internationalen Dschihad" mit falschen Ausweisen und Geld versorgt haben. Laut der französischen Polizei wurde der Flüchtige am Freitag im 10. Pariser Bezirk aufgegriffen. Bei den anderen vier Festgenommenen handelt es sich um mutmaßliche Mitglieder eines Netzwerks, das Freiwillige, die sich für Anschläge zur Verfügung stellen, mit falschen Papieren und gestohlenen Kreditkarten ausstattet und für ihre Unterkunft sorgen soll. Der aus den Niederlanden geflüchtete Algerier hatte mit dem Netzwerk Kontakt aufgenommen, dabei war er den Fahndern ins Netz gegangen. (APA/AFP)