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Foto: Reuters/Skipper
Cape Canaveral - Auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) hat sich die neue Besatzung auf Weihnachten im All eingestellt. Neben dem umfangreichen Arbeitsprogramm werden die beiden Amerikaner Kenneth Bowersox und Donald Pettit sowie der Russe Nikolai Budarin in ihrem dreimonatigen Aufenthalt das in den USA sehr groß gefeierte Erntedankfest und Weihnachten miteinander im All verbringen. "Ich kann mir keinen besseren Platz vorstellen, Weihnachten zu verbringen, als in der Erdumlaufbahn zu sein und nach dem Weihnachtsmann Ausschau zu halten", sagte Bowersox, der künftige ISS-Kommandant. Bowersox hat drei kleine Söhne, Pettits Zwillingssöhne werden am kommenden Freitag zwei Jahre alt. Da sie noch so klein seien, werde es wohl schwer werden, den Kontakt mit ihnen aufrecht zu erhalten. "Es wird für sie wohl so sein, als ob ich vom Planet gefallen bin", meinte Pettit. Budarin ha zwei erwachsene Söhne. Für den Thanksgiving Day am kommenden Donnerstag hat die NASA vorgesorgt: Die ISS-Bewohner müssen nicht auf das klassische amerikanische Menü mit Truthahnbrust verzichten. Das Gute im Schlechten finden Bowersox sagte in einem Interview am Sonntag, der wegen Technik- und Wetterprobleme insgesamt um zwei Monate verspätete Start am Samstag habe den Astronauten geholfen, sich körperlich noch besser auf die Schwerelosigkeit einzustellen. Zudem könne das Arbeitsprogramm nun in Tages- und nicht in strapaziösen Nachtschichten absolviert werden. Die Besatzung soll unter anderem ein großes neues Trägerteil für den Ausbau der Raumstation montieren. Bowersox, Pettit und Budarin lösen in der ISS den russischen Kommandanten Waleri Korsun, Sergej Treschow und die Amerikanerin Peggy Whitson ab, die statt vier sechs Monate im All verbrachten. "Endeavour" soll am Montagabend um 22.26 Uhr an der ISS andocken. Das Shuttle soll dann mit der alten ISS-Besatzung am 4. Dezember zur Erde zurückkehren. (APA/AP)