London - Das britische Unterhaus unterstützt die Irak-Politik der Regierung. Nach einer fünfstündigen Debatte sprachen sich die Abgeordneten am Montagabend mit Zuruf für die UNO-Resolution 1441 aus. Ein Ergänzungsantrag der Liberaldemokraten, die eine Entsendung britischer Truppen in einen möglichen Irak-Krieg von der Zustimmung des Parlaments abhängig machen wollten, wurde mit 452 gegen 85 Stimmen abgelehnt. Der britische Außenminister Jack Straw erklärte, die Regierung werde jede Entscheidung zum Einsatz militärischer Gewalt dem Unterhaus erläutern. Es sei aber denkbar, dass die Regierung im Interesse der militärischen Sicherheit das Überraschungsmoment nutzen wolle. Straw sagte, er befürworte im Fall eines irakischen Verstoßes gegen die UNO-Resolution eine weitere Entschließung mit einem klaren Mandat für Gegenmaßnahmen. Er deutete aber an, dass sich Großbritannien auch ohne weitere UNO-Resolution den USA bei einem Militäreinsatz anschließen könnte. "Bisher ist keine Entscheidung über ein militärisches Vorgehen gefallen, und ich hoffe inständig, dass keine notwendig sein wird", sagte der Außenminister. (APA/AP)