Im gegenwärtig schwierigen Marktumfeld will das Zürcher Verlagshaus Ringier seine Effizienz steigern. Ein entsprechendes Programm läuft bis Jänner und soll dann zu einem Stellenabbau führen. Über den Umfang des Stellenabbaus könne er sich noch nicht äußern, sagte Konzernleitungsmitglied Martin Werfeli an Dienstag an einem Medien-Herbstgespräch. Es werde sicher keine dreistellige Zahl von Angestellten sein.

Sozialplan erarbeitet

Für die möglichen Entlassungen wurde mit den Gewerkschaften bereits ein Sozialplan erarbeitet. Dieser regle neben Abgangsentschädigungen auch Überbrückungen bei Frühpensionierungen und sehe eine Härtefallkommission vor.

Das laufende Effizienzsteigerungsprogramm soll laut Verleger Michael Ringier nicht nur Einsparungen bringen, sondern auch die Qualität der Ringier-Produkte verbessern.

Trotz des schwierigen Markts - Ringier muss 2002 einen Einbruch bei den Anzeigen von 27 Prozent hinnehmen - rechnet das größte Schweizer Medienunternehmen für das laufende Jahr mit einem zweistelligen Gewinn, wie Werfeli sagte. Vor allem das Auslandgeschäft erachtet Ringier als "Lichtblick", das zum postitiven Ergebnis wesentlich beitrage. (APA)