Harare - Der Büroleiter der französischen Nachrichtenagentur AFP in Harare, Stephane Barbier, muss Simbabwe bis zum Samstag verlassen. Nach Angaben des Journalisten erhielt er am Dienstag ein Schreiben des Informationsministeriums des afrikanischen Landes, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass seine im Juni erteilte Akkreditierung nicht verlängert wird. Das Ministerium gab keine Gründe dafür an. Barbier war der letzte ausländische Journalist, der noch aus Simbabwe berichten durfte. Die übrigen für ausländische Medien noch tätigen Journalisten sind entweder Simbabwer oder in Simbabwe lebende Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung. Das in diesem Jahr verschärfte Pressegesetz in Simbabwe bedroht Journalisten mit bis zu zwei Jahren Haft für "Missbrauch journalistischer Privilegien" und "falsche Berichte". Das autoritäre Regime von Präsident Robert Mugabe versucht, kritische Meldungen über das unter einer schweren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise leidende Land zu unterbinden. Mehrere ausländische Korrespondenten wurden ausgewiesen, einheimische Journalisten drangsaliert oder verhaftet. (APA/dpa)