Jenin - Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Anführern radikaler Palästinensergruppen im Flüchtlingslager Jenin hat ein Sprecher der Fatah-Organistation von Palästinenserpräsident Yasser Arafat Israel Vergeltungsmaßnahmen angedroht. Ab sofort bestehe kein Einvernehmen mehr darüber, Selbstmordattentate gegen israelische Zivilisten zu unterbinden, sagte der Fatah-Vertreter, der nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Die Reaktion werde "stark und gewaltsam" sein. Der örtliche Chef der Al-Aksa-Brigaden und der lokale Anführer der Hamas waren zuvor laut palästinensischen Sicherheitskräften durch eine israelische Rakete auf ein Haus im Flüchtlingslager Jenin getötet worden. Zuvor war die Armee mit rund 20 Panzern und Geländewagen in das Flüchtlingslager eingedrungen. Die Al-Aksa-Brigaden sind der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Arafat.(APA)