Wien - Die IT-Branche ringt um den ab Jänner 2003 geltenden neuen Kollektivvertrag. Da sich die Lage für die 25.000 IT-Angestellten hinsichtlich Einkommen und Arbeitszeiten in den letzten Jahren merklich verschlechtert habe und die vorhandenen freien IT-Stellen immer weniger würden, drängt die Arbeitnehmerseite auf eine jährliche kollektivvertragliche Gehaltserhöhung, sagte Karl Proyer von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) am Mittwoch. Die Arbeitgeberseite habe hingegen eine jährliche Erhöhung in Frage gestellt. Eine GPA-interne Gehaltserhebung im IT-Bereich habe ergeben, dass die Gehaltssteigerung von 2001 auf 2002 mit knapp zwei Prozent deutlich unter der Inflationsrate liege. Bei der jüngsten Verhandlungsrunde Anfang November sei man über die Diskussion über das wirtschaftliche Umfeld nicht hinausgekommen, über genaue Zahlen sei noch geredet worden, berichtete Proyer. Die Arbeitnehmerseite erwarte aber bei der nächsten Verhandlungsrunde am 13. Dezember einen Abschluss auf dem Niveau der Herbstlohnrunden der anderen Branchen. "Klare Begrenzungen" bei der Arbeitszeit Hinsichtlich Arbeitszeit bestehe "ein großer Bedarf an klaren Begrenzungen der wöchentlichen Normalarbeitszeit", auch das Thema Arbeitszeitverkürzung komme immer stärker in den Vordergrund, so Proyer. Für die IT-Branche wurde im Jahr 2000 erstmals ein Kollektivvertrag ausverhandelt. (APA)