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Mautner-Markhof: "Das ist ein Affentheater, bei dem man nicht mehr mitkann."

Foto: Reuters/Achim Bieniek
Wien - Das Hin und Her um Parteiausschlüsse der FPÖ hat nun ein prominentes FPÖ-Mitglied veranlasst, die Partei von selbst zu verlassen: Der ehemalige Nationalratsabgeordnete Georg Mautner Markhof kündigt in der "Presse" seines Austritt an. Die FPÖ sei zu einer "irrealen Privatpartei Jörg Haiders" geworden, begründet er seinen Schritt. In den Führungsgremien seien nur noch "willenlose Vollstrecker". Helmut Haigermoser, Peter Westenthaler und Karl-Heinz Grasser seien "verdiente FPÖler". Sie auszuschließen, sei "ein Wahnsinn und unbeschreiblicher Parteiterror". Die, die eine "eigene Meinung und ein Rückgrat haben", würden hinausgeschmissen. Hätte man den "unberechenbaren Haider" rechtzeitig ausgeschlossen, hätte man zwei Drittel der Wähler behalten, ist Mautner Markhof überzeugt. Dass sich der Kärntner Landeshauptmann am Mittwoch nun doch wieder gegen die Parteiausschlüsse ausgesprochen hat, ändert für Mautner-Markhof nichts: "Das ist ein Affentheater, bei dem man nicht mehr mitkann." Aber eigentlich sei nicht Haider das Problem, sondern die "Ratten, die ihm hinterherlaufen". Mautner Markhof hat eine durchaus wechselvolle Geschichte mit der FPÖ hinter sich. 1993 hatte er sich bei der Gründung des Liberalen Forums auf die Seite Heide Schmidts gestellt. 1995 wechselte er dann wieder in Richtung FPÖ. Einen neuerlichen Wechsel - zurück zur FPÖ oder zu einer anderen Partei - schloss er nun aber aus. (APA)