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Wien - Die Frage, ob und wann bei orthopädischen Schmerzen operiert werden soll, beschäftigt nicht nur betroffene Patienten, sondern auch die Ärzte. Um Medizinern und Betroffen eine Entscheidungshilfe zu bieten, werden bei der Herbsttagung des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie am kommenden Samstag (30. November) in Wien Kriterien für einen Leitfaden erarbeitet. Diese Kriterien sollen nicht nur den Ärzten Anhaltspunkte für Entscheidungen bieten, sondern auch in Form einer Broschüre zur Information der Patienten aufliegen. Bei den Diskussionen anlässlich der Herbsttagung werden sowohl konservativ als auch chirurgisch tätige Mediziner ihre Meinungen austauschen. Verunsicherung Viele Menschen sind verunsichert. "Sie kommen zum Arzt, weil sie Schmerzen haben und bekommen eine Diagnose", sagt Dr. Michael Riedl, Facharzt und Pressesprecher des Berufsverbandes der Orthopäden. "Dann holen sie sich eine zweite Meinung ein und diese lautet dann ganz anders", so Riedl. "Es gibt Fälle, die muss man operieren, Fälle, die kann man operieren und Fälle, die soll man nicht operieren", meinte dazu Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Tilscher, Leiter der Abteilung für Konservative Orthopädie am Krankenhaus Speising in Wien. Zudem könne der Patient viele Dinge selber machen, wenn er die Übungen kennt, sagte der Mediziner. Zu der Herbsttagung, die im Wellness Park Oberlaa stattfindet, haben sich bisher rund achtzig Teilnehmer angemeldet. Die Veranstalter rechnen jedoch - wie in den vergangenen Jahren - mit bis zu zweihundert Interessierten. (APA)