Wien - Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Tochter der bayerischen Hypovereinsbank (HVB), geht ab 2. Dezember mit einem neuen Vertriebsweg im Firmenkundengeschäft an den Start. Das unter der Internetadresse https://businessnet.ba-ca.com erreichbare Firmenkundenportal "BusinessNet" bietet den Kommerzkunden eine personalisierte Arbeits- und Kommunikationsplattform, auf der Bankdienstleistungen zusammengefasst angeboten werden. "Kunde und Bank beziehen ein gemeinsames 'virtuelles Büro', auf der alle PC-basierten Services an einem Platz gebündelt sind", sagte Bereichsvorstand Willibald Cernko am Donnerstag in Wien bei einem Pressegespräch. Zusätzlich wurden ins BusinessNet neue bisher nicht-elektronische Dienste und umfangreiche Betreuungs-, Kontakt- und Dokumentationstools integriert. Bis 2005 will Cernko 40.000 Firmenkunden, das sind ein Drittel aller 120.000 BA-CA-Kommerzkunden, für BusinessNet gewonnen haben. Die Vorteile des BusinessNet für den Kunden liegen für die Projektverantwortliche Barbara Liebich-Steiner in der Orts- und Zeitunabhängigkeit sowie der Schnelligkeit und Flexibilität der Arbeiten. Neue Releases erfolgten zudem automatisch und ohne Zusatzkosten. Da das BusinessNet mit den gebräuchlichsten Internetbrowsern erreichbar sei, sei auch keine zusätzliche Software-Installation beim Kunden notwendig. "Wir sind jetzt so nah am Kunden wie noch nie, wir spiegeln Daten nach außen, die bisher nur für uns sichtbar waren", so Liebich-Steiner. Als wesentlichste Kostenersparnis für die BA-CA bezeichnete Cernko die Neuverteilung der Betreuungsressourcen aus "Standards" heraus hin zu hochwertiger Beratung. Er beziffert die Kosten für das innerhalb von zwei Jahren entwickelte neue Firmenkundenportal auf einen knapp zweistelligen Millionen Euro Betrag. "Innerhalb von zweieinhalb Jahren muss es sich rechnen", glaubt Cernko. BusinessNet steht in zwei Varianten zur Verfügung. Die Basisvariante bietet alle Funktionen, nur geschieht hier die Betreuung des Kunden über ein Call Center. BusinessNet+ bietet darüber hinaus die Betreuung durch ein eigenes Team, das mit Namen und Fotos im Portal vorgestellt wird. Die pauschalen Kosten belaufen sich auf monatlich auf 42 bzw. 68 Euro exklusive Mehrwertsteuer. Der Pauschalpreis inkludiert bereits die meisten in- und ausländischen Zahlungsverkehrsgebühren. BusinessNet soll kontinuierlich weiterentwickelt werden und ab Juni 2003 etwa auch Multibankenfähig sein. Dann wird auch der Zugriff und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs über Konten anderer Banken möglich sein. Weiters ist die Erweiterung um das Dokumentengeschäft geplant sowie der roll-out in den zentral- und osteuropäischen Ländern in Vorbereitung, so Liebich-Steiner. (APA)