Bregenz - Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) Vorarlberg hat sich am Freitag zur Forderung des Bundes-RFW nach einem personellen Neubeginn in der FPÖ ohne Herbert Haupt und Jörg Haider bekannt. RFW-Landesobmann Fritz Amann kritisierte im ORF Radio Vorarlberg im Zusammenhang mit den Parteiausschlussverfahren an Haupt eine Form von "Führungslosigkeit, wie wir sie in unseren Unternehmen sofort abstellen würden". Der RFW sei ein auch für Nicht-FPÖ-Mitglieder offener "selbstständiger Verein" mit anderer Meinungsfindung als Parteiorganisationen, erinnerte Amann, der als FPÖ-Mandatar die Funktion eines Landtags-Vizepräsidenten ausübt. Für einen personellen Neubeginn an der Spitze der FPÖ gibt es laut Amann "genügend Ressourcen". Allerdings komme der 8. Dezember zu früh für einen Sonderparteitag, sprach sich Amann für eine Verschiebung des Termins aus. Der ehemalige Klubobmann Norbert Gugerbauer wäre eine von mehreren Möglichkeiten für einen neuen Parteiobmann, falls er sich überhaupt der Wahl stellt, meinte Amann. Unabhängig davon sprach sich am Freitag der Vorarlberger Wirtschaftskammer-Vizepräsident Roman Zech (F) "im Sinne der heimischen Wirtschaft entschieden für eine Fortsetzung der bürgerlichen Regierung" von ÖVP und FPÖ aus - "und zwar so schnell wie möglich". Schwarz-Blau habe gute Arbeit für das Land geleistet, nur "wirtschaftspolitische Geisterfahrer" könnten für Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün sein. (APA)