Innerhalb der Telekom Austria (TA) heißt das Projekt "Omega". Es bezeichnet allerdings nicht das Ende, sondern erst den Anfang einer Partnerschaft großen Stils: Die in der Wiener Taborstraße ansässige Verlagsgruppe News und die TA wollen ihr Onlineangebot künftig von einer gemeinsamen Firma aus betreuen und Inhaltsangebote (Content) untereinander austauschen. Gemeinsam Konkret sollen "NewsNetworld", das Internetportal der News-Gruppe, und "Aon", das Onlinetor der TA (hieß bis vor kurzem Jet2web), gemeinsame Sache machen. Die Idee ist nicht neu, seit einem Jahr gibt es einen "Letter of Intent", der die Gründung eines Joint Ventures durch die News-Verlagsgruppe und Jet2web Internet vorsah. Mittlerweile wurde zwar die Jet2web Internet in die TA reintegriert und im Firmenbuch gelöscht. Die Ambitionen, mit der Magazingruppe (News, Format, TV-Media, E-Media, Woman) elektronisch zu kooperieren, stehen nun offenbar im Finale. Vergangenen Freitag, heißt es aus gut informierten TA-Unternehmenskreisen, sollen TA-Vorstand Rudolf Fischer und News-Minderheitsgesellschafter Wolfgang Fellner unter das Omega-Projekt ihre Unterschriften gesetzt haben. "Es gibt Kooperationsgespräche mit News, aber keine konkreten Verträge" Die TA wollte dies nicht bestätigen. "Es gibt Kooperationsgespräche mit News, aber keine konkreten Verträge", lässt eine Sprecherin wissen. Fellner ließ sich nicht einmal dazu hinreißen. Als Geschäftsvolumen der neuen Firma, deren Namen unter Verschluss gehalten wird, wird TA-intern ein "einstelliger Millionenbetrag" genannt, maximal also neun Millionen Euro. Um so üppiger mutet die Installation eines Vierervorstands an, für den TA-Vorstand Fischer, sein Internetbereichsleiter Michael Fried, Wolfgang und Helmut Fellner genannt werden. Fall für das Kartellgericht Obwohl die ebenfalls zur News-Gruppe gehörenden Titel Profil, Trend und Auto Revue dem Vernehmen nach nicht Teil des Omega-Projekts sind, hält man den Deal in der Internetszene für einen Fall für das Kartellgericht. Schließlich handle es sich um eine Kooperation zweier Marktbeherrscher, heißt es. (ung, DER STANDARD Printausgabe,2. Dezember 2002)