Oslo - Vertreter von Regierung und tamilischen Rebellen in Sri Lanka sind in Norwegen zu neuen Friedensgesprächen zusammengekommen. Bei dem dreitägigen Treffen ab Montag sollte es vor allem um die Absicherung der zerbrechlichen Waffenruhe gehen, die im Februar unter norwegischer Vermittlung ausgehandelt worden war. "Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht", erklärte der Chefvermittler der Regierung, Gamini Peiris. "Und es ist unser Ziel, den Friedensprozess fortzusetzen." Ein Mitglied der Regierungsdelegation, Rauf Hakeem, musste Oslo kurz vor Gesprächsbeginn verlassen. Er reiste nach Sri Lanka zurück, um Querelen in seiner moslemischen Partei beizulegen, die seinen Parteivorsitz bedrohten. Hakeem unterstützt die Koalitionsregierung von Ministerpräsident Ranil Wickremesinghe, und Machtverschiebungen im Parlament könnten den Friedensprozess beeinflussen. Zu weiteren Themen der mittlerweile dritten Gesprächsrunde zwischen der Regierung und den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) sollte auch die Forderung der Tamilen nach einem Ausbau der Verwaltungsstrukturen in den von ihnen kontrollierten Gebieten zählen sowie der Abzug der Regierungstruppen aus den Regionen. Bis zur Waffenstillstandsvereinbarung im Februar kamen in dem Bürgerkrieg seit 1983 mehr als 64.500 Menschen ums Leben.(APA/AP)