Wien - Einer Senkung der ursprünglich 60-prozentigen Aktienquote beim privaten Zukunftsvorsorgemodell stimmt der Kapitalmarktbeauftragte der österreichischischen Bundesregierung, Richard Schenz, offenbar zu. "Wenn Banken und Versicherungen mit einem geringeren Aktienanteil wohler ist, soll es mir recht sein", sagte Schenz am Montag vor Journalisten. Der Kapitalmarktbeauftragte selbst hält 60 Prozent Aktienquote hingegen für "durchaus machbar". Wie berichtet hatte bereits am Freitag das Finanzministerium grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, über die Höhe des gesetzlich vorgesehen Aktienanteils bei staatlich geförderten Privatvorsorge-Produkten zu sprechen. Die von Seiten der Finanzdienstleistungsbranche kritisierte hohe Aktienquote sei mit 60 Prozent angesetzt worden, um die Kapitalmarkteffekte stark auszuprägen, so das Finanzministerium. Aktionsplan zur Belebung des heimischen Finanzplatzes Schenz will indes seinen Aktionsplan zur Belebung des heimischen Finanzplatzes weiter vorantreiben, denn "der Kapitalmarkt entspricht in seiner heutigen Form nicht der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Österreichs". Er werde daher mit der künftigen Regierung sprechen, um den Kapitalmarkt "auf ein Niveau zu bekommen, das Österreichs Unternehmen und Arbeitnehmer auch verdient haben." Konkret zielt der Aktionsplan auf die Schaffung von mehr Vertrauen und mehr Volumen am österreichischen Kapitalmarkt ab. Mit dem Zukunftsvorsorgemodell und dem Corporate Governance-Kodex seien bereits zwei wichtige Schritte in diese Richtung gesetzt worden.(APA)